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Abkochgebot für Leitungswasser

+++Das Gesundheitsamt hat die Abkochanordnung am Dienstag, 29. August, aufgehoben+++ Sie können Ihr Leitungswasser wieder unabgekocht verwenden+++

Nachfolgend Fragen und Antworten, die das Abkochgebot und die Trinkwasserchlorung betreffen und betrafen:

Nachdem das Gesundheitsamt die Abkochanordnung aufgehoben hat: Was muss ich beachten?

  • Die SVS empfiehlt Ihnen, Ihre Wasserleitungen - wie nach jeder Abwesenheit oder jedem Urlaub - zu spülen, in dem Sie das Wasser einige Minuten laufen lassen.

  • Getränkespender oder Kaffeevollautomaten ebenfalls durchspülen. Dann können Sie die Automaten wieder wie gewohnt nutzen.

  • Nutzen Sie Wasseraufbereitungsanlagen oder eine Enthärtungsanlage, setzen Sie sich bitte mit dem Hersteller Ihrer Anlage in Verbindung und teilen Sie mit, dass dem Trinkwasser nun Chlor zugesetzt wird (bis 0,3 Milligramm pro Liter). Bei dem Gerätehersteller erhalten Sie weiterführende Informationen.

Wird das Wasser weiter gechlort?

Ja. Die SVS behält die Trinkwasserchlorung bei und hält sich wie bei ihrem gesamten Vorgehen strikt an die Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

Chlort die SVS bereits Teile des Trinkwassers?

Ja, so wird beispielsweise das Wasser aus den Wieselsbachquellen aufgrund der natürlichen Einträge  gechlort. Die SVS bezieht einen Großteil des Trinkwassers vom Bodensee (bis zu 70 Prozent) und speist den Rest aus eigenen Quellen ein.

Werden die Anwohner gesondert informiert?

Ja. Die SVS wird die betroffenen Bürger schriftlich mit einem Anschreiben informieren. Die Post wird es zum frühest möglichen Zeitpunkt, voraussichtlich am Freitag, 1. September, zustellen.

Wohin kann ich mich mit Fragen wenden?

Für Rückfragen hat die SVS ein Sondertelefon eingerichtet. Dieses ist noch bis einschließlich Freitag, 1. September, von 7 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 07721 4050 4994 erreichbar. Letztmalig wird das Sondertelefon am Samstag, 2. September, von 7 bis 18 Uhr freigeschaltet sein. Ab Montag, 4. September, beantwortet gerne der Kundenservice Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr die Fragen der Anrufer unter 07721 40505.

Gratis Mineralwasser für betroffene Kunden endet am 30. August

Ab Samstag, 19. August, hat die SVS gratis Mineralwasser an die vom Abkochgebot und der Chlorung des Trinkwassers betroffenen Bürger von Schwenningen und Dauchingen ausgegeben. Die Gratis-Aktion sowie die Pfand-Rücknahme wird noch bis einschließlich Mittwoch, 30. August, fortgeführt. Die SVS bittet, den Ausweis mitzubringen. Pro Tag steht pro Haushalt ein Gebinde (sechs Flaschen à 1,5 Liter) bereit. Die Kunden dürfen das Pfand einbehalten. Eine Mineralwasserabholung ist in Schwenningen in der Messehalle C möglich, in Dauchingen auf dem Bauhof. In Villingen findet keine Mineralwasserausgabe mehr statt.  Abholung Schwenningen: Letzmalig Mittwoch, 30. August: 15.30 bis 17.30 Uhr Gelände der Messe, Messe 1, 78056 VS-Schwenningen, Messehalle C   Abholung Dauchingen: Letztmalig Mittwoch, 30. August, 15.30 bis 17.30 Uhr, Bauhof Dauchingen, Bogenstraße 5. Eine Bitte: Aufgrund der riesigen Resonanz auf die Mineralwasser-Aktion könnte es zu Engpässen bei der Belieferung kommen, da die Pfandflaschen und Kästen bei der erneuten Befüllung fühlen. Wir bitten Sie daher,  Ihre leeren, alten Wasserkästen zur Ausgabestelle mitzubringen und gegen neue einzutauschen. Bitte beachten Sie: Wir zahlen kein Pfand aus.

Warum hat das Gesundheitsamt das Abkochgebot ausgesprochen und warum muss das Trinkwasser gechlort werden?

Bei einer Routineüberprüfung des Trinkwassers wurde eine Grenzwertüberschreitung im Bereich der coliformen Bakterien festgestellt. Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um E-Coli-Bakterien. Daher hat die SVS in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Desinfektion für das betroffene Netz mittels Chlorung am Donnerstag, 17. August, eingeleitet. Am Dienstag, 29. August, hat das Gesundheitsamt die Abkochanordnung wieder aufgehoben.

Welche Keime wurden bei den Proben entdeckt?

Coliforme Bakterien finden sich häufig in der Umwelt und haben zunächst keinen Bezug zu einer fäkalen Verunreinigung durch E-Coli-Bakterien, den Erregern von Darmerkrankungen. Coliforme Keime machen gesunde Menschen nicht krank, weder alt noch jung. Coliforme Keime finden sich beispielsweise in der Erde, in Blumentöpfen oder auf Blattpflanzen selbst. Die Bakterien sind natürlicher Bestandteil des so genannten Biofilms, der sich in jedem Wassernetz bildet. Die Filme sind ins sich stabil. Durch eine Störung wie beispiesweise einen Erdstoß kann der Film reißen, oder durch ungewohnte Wärme können sich die Bakterien vermehren, der Biofilm gerät aus dem Gleichgewicht und die Bakterien verteilen sich. Das Gesundheitsamt erklärt die coliformen Bakterien so: "Die coliformen Bakterien sind keine Krankheitserreger, nur Indikatorkeime, die anzeigen, dass das Schutzschild des Versorgungssystems eine Lücke hat." In dem Fall ist es nicht auszuschließen, dass andere, gefährliche Keime auftreten könnten. Weder SVS, noch Gesundheitsamt liegen hierzu Hinweise vor!

Die coliformen Bakterien verteilen sich im Wassernetz und können sich im ungünstigsten Fall (z.B. durch Stagnation durch verminderte Wasserentnahme etc.) beispielsweise an Hausinstallationen ablagern.  Der Nachweis von coliformen Keimen zieht Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. Spülung, Chlorung oder Abkochen nach sich.

Welche Stadtbezirke waren von der Chlorung betroffen?

Stadtbezirke

Schwenningen
Weilersbach (inklusive Gebiet Auf Herdenen, Neuer Markt)
Obereschach
Mühlhausen
Nordstetten
Zollhaus
Gemeinde Dauchingen

Straßen Gemarkung Villingen:

Albert-Schweitzer-Str.
Alte Nordstetter Straße
Am Lämmlisgrund
Auf der Steig
Bertholdshöfe
Bozener Str.
Bregenzer Str.
Brüsseler Str.
Drachenloch
Eckweg
Egerstr.
Friedrichsthaler Str.
Grenzweg
Im Schilterhäusle
Innsbrucker Str.
Klinikstr.
Kremser Str.
Kufsteiner Str.
La-Valette-Straße
Lina-Wehrle-Str.
Luxemburger Str.
Margarethe-Scherb-Str.
Marie Curie Straße
Memelstr.
Meraner Str.
Milanstraße
Neißestr.
Nordstetten
Oderstr.
Raiffeisenstr.
Römerweg
Savonastr.
Schwenninger Str.
Severin-Kern-Str.
Sudetenstr.
Tiroler Str.
Tulastr.
Ursula-Haider-Str.
Veronika-Zorn-Str.
Vintlweg
Vor dem Klosterwald
Vorderer Eckweg
Weichselstr.
Wilhelm-Schickard-Str.
Wöschhalde
Zittauer Str.
Zollhäusleweg

Welche Stadtbezirke waren von der Chlorung nicht betroffen?

Villingen (außer den oben genannten Straßen), Tannheim, Pfaffenweiler, Herzogenweiler, Rietheim, Marbach, Weigheim

Warum waren manche Stadtbezirke betroffen und andere nicht?

Weil die Stadtteile zu einem anderen Netz gehören, in dem an wenigen Punkten Grenzüberschreitungen festgestellt wurden. Die Chlorungsmaßnahme betrifft aber das ganze Netz. Bei den nicht betroffenen Stadtteilen handelt es sich um ein eigenständiges, abgegrenztes Netzgebiet.

Warum war Dauchingen auch betroffen?

Weil die Gemeinde Dauchingen aus dem Leitungsnetz Schwenningen gespeist wird.

Wie kann/ konnte ich mich gegen die entdeckten Keime schützen?

Für Nahrungs- und Getränkezubereitung, Zähne putzen sowie medizinische Zwecke gilt: Das Wasser sollte vor der Verwendung abgekocht werden. Hat das Wasser drei Minuten sprudelnd gekocht, ist es in der Regel keimfrei. Wer jedoch absolute Sicherheit möchte, sollte es zehn Minuten lang abkochen. Die Verwendung des Wassers in der Spülmaschine ist unbedenklich. 

War duschen oder baden möglich?

Zum Duschen oder Baden kann das Wasser weiterhin bedenkenlos unabgekocht verwendet werden.

War das Schwimmengehen in den Bädern der BVS bedenklich?

Nein. Probeentnahmen im Friedensschulbad sowie im Neckarbad haben keine Auffälligkeiten gezeigt. Darüber hinaus ist das Baden durch Frischwasserzugabe und Chlor unbedenklich. Kneipp- und Hallenbad liegen nicht im betroffenen Bereich.

Wie konnte es zur bakteriellen Verunreinigung des Trinkwassers kommen?

Die Ursache ist momentan noch unbekannt, sie wird derzeit untersucht. Eine der Ursachen könnte im warmen Sommer liegen. Bislang waren die Temperaturen in den Höhen des Schwarzwaldes selten konstant so lange so hoch wie in diesem Jahr und gleichzeitig so trocken. Proben haben Wassertemperaturen von bis zu 20 Grad in einem Meter Tiefe ergeben. Gerade während der Urlaubszeit, in der der Wasserverbrauch in den Städten zurückgeht, steht in manchen Gebieten das erwärmte Wasser über längere Zeit in den Leitungen – ein Nährboden für die Keime. Wasserversorger in tieferen, wärmeren Lagen chloren nach Angaben des Gesundheitsamtes das Wasser generell. Man spreche dann von einer so genannten Begleitchlorung.

Ist das Chlorwasser sofort nach Start der Chlorung in den Haushalten angekommen?

Nein. Die Dosierung von maximal 0,3 mg/l Chlor entspricht den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerten. Da die SVS diese geringe gesetzliche Dosierung einhält, kann es mehrere Tage dauern, bis das gesamte Netz gechlort ist.

Ist Chlor für Menschen schädlich?

Nein. Das zugesetzte Chlor ist in der von uns eingesetzten Konzentration für den menschlichen Körper unbedenklich. Gleiches gilt für die Freisetzung des Chlorgeruchs. Neben diesem kann es aufgrund einer natürlichen Reaktion auch zu modrigen Gerüchen kommen. Diese sind ebenfalls nicht bedenklich. Für Aquarien ist das gechlorte Wasser allerdings ungeeignet.

Wie hoch ist der Grenzwert für coliforme Bakterien im Trinkwasser?

Gemäß den Anforderungen der Trinkwasserverordnung dürfen in 100 ml Trinkwasser keine coliforme Bakterien nachgewiesen werden. Der Grenzwert liegt also bei null. Bei der Beprobung gibt es demnach nur die Feststellung, ob der Grenzwert überschritten wurde oder keine Verunreinigung vorliegt. Ein Abstufungen oder Toleranzbereiche gibt es hier nicht.

Musste das Wasser auch für Tiere abgekocht werden?

Nein. Tiere können das unabgekochte, gechlorte Wasser bedenkenlos trinken.

Wie war das Prozedere?

Die SVS wird das Netz weiter beproben und von einem Fachlabor auswerten lassen. Sobald das Abkochgebot wieder aufgehoben wird, werden die Bürger über die Medien informiert. Wie lange dies dauern wird, ist noch nicht absehbar. Zunächst müssen mehrere Proben hintereinander unbedenklich sein. Dabei darf eine neue Probe erst gezogen werden, wenn das Ergebnis der vorherigen vorliegt. Die Auswertung einer einzelnen Probe dauert in der Regel drei Tage. Speziell geschultes Personal der SVS ist befähigt, die Proben entnehmen zu dürfen. Die Auswertung übernimmt ein externes Labor. Die SVS geht davon aus, dass das Abkochgebot bis Anfang September aufrechterhalten werden muss.

Veröffentlicht die SVS Zwischenergebnisse der Proben?

Nein. Wir bitten um Verständnis, dass wir erst das Endergebnis nach der dritten Probenauswertung bekannt gegeben werden, damit gewährleistet wird, dass das Abkochgebot bis zur Aufhebung durch das Gesundheitsamt befolgt wird.

Was mussten (Zahn-)Ärzte und Patienten beachten?

Alle Ärzte, insbesondere Zahnärzte, müssen beim Einsatz von Trinkwasser im Rahmen der Behandlung ebenfalls das Abkochgebot beachten, andernfalls ist vom Einsatz des Trinkwassers abzusehen.

Galt es speziell für die Landwirtschaft etwas zu beachten?

Ja. Das Gesundheitsamt hat die Landwirte darauf hingewiesen, die Milchgeschirre gesondert mit abgekochtem Wasser zu reinigen.

Gab es ein Abkochgebot und eine Trinkwasserchlorung schon einmal?

Nein, das gab es in der Geschichte der Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH noch nie. Dass es noch nie eine Trinkwasserchlorung sowie eine Abkochgebot in Villingen-Schwenningen gegeben hat zeigt laut Gesundheitsamt, welch gute Qualität das Wasser ist. Außerdem gilt der Grundsatz des Minimierungsgebots: Man gibt so wenig wie möglich zum guten Trinkwasser hinzu, um die Güte beizubehalten.

Wie viele Haushalte waren betroffen?

Inklusive Dauchingen sind zirka 26.000 Haushalte von der Abkochanordnung betroffen.

Wie häufig werden Proben entnommen?

Das Jahr über verteilt werden 22 Proben aus dem betroffenen Wassernetz (Schwenningen) an unterschiedlichen Stellen entnommen und von einem externen Labor analysiert. Die Ergebnisse erhält das Gesundheitsamt. Ist etwas nicht in Ordnung, nimmt das Gesundheitsamt Kontakt mit dem Wasserversorger auf. Das weitere Vorgehen wird besprochen.

Wie viel Wasser hat die SVS den betroffenen Kunden bislang ausgegeben?

Bis zum Ende der Mineralwasserausgabe-Aktion am Mittwoch, 30. August, hat die SVS in VS und Dauchingen

  • 538 Paletten
  • 34.432 Kästen
  • 206.592 Flaschen
  • 309.888 Liter

Mineralwasser ausgegeben

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