Im ersten Schritt verantwortet der Batteriespeicher-Spezialist die Erstellung und Einreichung des Bauantrags für beide Projekte. In einem zweiten Schritt tritt das Unternehmen als EPC für die Planung, Herstellung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der schlüsselfertigen, funktionalen Großbatteriespeicher auf. Die Anlagen, die zusammen auf eine nutzbare Kapazität von 30 MWh und einer Leistung von 15 MW kommen, sollen der Primär- und Sekundärregelleistung dienen und zudem am Energiehandel teilnehmen.
Die Feinplanung des Batteriespeicher-Projekts hat begonnen, so dass die Inbetriebnahme nach den aktuellen Planungen auf den Spätherbst 2026 terminiert ist. Insgesamt investiert die SVS rund 10 Millionen Euro in die beiden Batteriespeichersysteme.
Gregor Gülpen: Entscheidender Baustein für die Energiewende und die Mission "Auf zur Grünen Null"
SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen unterstreicht die Bedeutung der Batteriespeicher: „Sie sind ein entscheidender Baustein für die Energiewende und unsere Mission `Auf zur Grünen Null`. Dank der genialen Speichertechnologie können wir den aus Wind und Photovoltaik gewonnenen Strom in Zeiten hoher Erzeugung speichern und in Zeiten geringer Erzeugung ausspeisen“, erläutert Gülpen.
„Mit dem fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien werden die Großspeicher an Bedeutung gewinnen, denn sie werden für die Steuerung der Stromversorgung zwingend notwendig sein. Ein zweiter Grund, den wir natürlich nicht außer Acht lassen dürfen, ist die sehr gute Wirtschaftlichkeit.“
Sebastian Wilhelm: "Platzsparendes, kompakt dimensioniertes, flächenschonendes Speichermedium"
Einen weiteren Vorteil der Großbatteriespeicher benennt Projektund SVS-Bereichsleiter Sebastian Wilhelm: „Die Batteriespeicher sind über die genannten Vorteile hinaus auch ein platzsparendes, kompakt dimensioniertes und vor allem flächenschonendes Speichermedium. Ich drücke es bewusst vereinfacht aus: Wir bauen an zwei strategisch gut gelegenen Orten – in direkter Nachbarschaft zu Umspannwerken – Fundamente, stellen acht Übersee-Container auf, installieren darin Batterien, die der Energiekapazität von 300 kompletten E-Fahrzeugen entsprechen, schließen die Speicher an unser Netz und los geht’s.“
Lars Fallant, Geschäftsführer der TRICERA energy, ergänzt: „Stadtwerke und TRICERA energy verbindet mittlerweile eine lange Tradition. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir auch die Stadtwerke Villingen-Schwenningen für beide Projekte von unserer Expertise überzeugen konnten. Das innovative BatteriespeicherProjekt zeigt erneut, dass sich die Stadtwerke beim Thema Energiewende auf einem guten Weg befinden. Gemeinsam schaffen wir nun die notwendige Flexibilität in den Netzen der SVS.“
Das Projekt in Villingen-Schwenningen fügt sich bei der TRICERA energy nahtlos an bereits bestehende Projekte mit dem StadtwerkeVerbund Trianel sowie den Stadtwerken in Schneeberg, Karlsruhe und Ulm/Neu-Ulm ein.
Zwei Batteriespeicher für Villingen-Schwenningen
Die SVS plant den Bau zweier Großbatteriespeicher (kurz: BESS). Der eine soll nahe dem Umspannwerk bei Obereschach realisiert werden, der andere auf dem Werksgelände der SVS. Die Stadt VillingenSchwenningen klimaneutral zu gestalten, ist das Ziel der Mission „Auf zur Grünen Null“, für das die Großbatteriespeicher ein elementarer Bestandteil sind. Ebenso wie zahlreiche weitere Bausteine wie etwa der Ausbau des Fern- und Nahwärmenetzes, Mieterstromprojekte, private Photovoltaikanlagen, Elektromobilität und die Erzeugungslandschaft mit Photovoltaikanlage im Zentralbereich.
SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen betont: „Die geniale Speichertechnologie der erneuerbaren Energien können wir uns zunutze machen und erreichen einen Meilenstein, der uns weit vorwärts in Richtung der Grünen Null bringen wird.“
29.01.2026
SVS und TRICERA energy unterzeichnen Vertrag zum Bau eines Großbatterespeicher-Systems
Die SVS und TRICERA energy,der Generalunternehmer (EPC) und Systemintegrator für Large-ScaleBatteriespeicheranlagen, haben einen Vertrag zur Errichtung von zwei modernen und leistungsstarken Großbatteriespeicher-Systemen an zwei
Standorten im Raum Villingen-Schwenningen unterschrieben.