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Flächendeckender Stromausfall: Institutionen tauschen sich aus

24.02.2014
Kategorie: SVS Pressemitteilungen  

Landratsamt initiiert Runden Tisch mit Energieversorgern

Villingen-Schwenningen. Ob im Haushalt oder im Verkehr, in der Landwirtschaft, in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder in der Industrie: Strom wird überall benötigt. Er treibt Küchengeräte an, sorgt für Sicherheit im Straßenverkehr und bringt Dialysegeräte zum Laufen, mit ihm werden Melkmaschinen und Produktionen betrieben. Deswegen ist klar: Ohne Strom würde das Leben im Schwarzwald-Baar-Kreis stillstehen. Um für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, kommen auf Initiative des Landratsamtes einmal jährlich Vertreter der hiesigen Energieversorger – der Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH (SVS), der EGT Triberg AG, des Energiedienst AG und der EnBW AG – sowie Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr zusammen. Beim Runden Tisch werden aktuelle Themen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und vor allem Kontakte geknüpft. Denn wenn es tatsächlich einmal zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen sollte, müssen die Institutionen und Behörden Hand in Hand zusammenarbeiten.

Zum jüngsten Runden Tisch hatte das Landratsamt in die Räume der SVS eingeladen. Joachim Bauer von der Netze BW GmbH zeigte auf, wie sich der Verteilnetzbetreiber, der zum EnBW-Konzern gehört, für Krisensituationen rüstet. Nicht nur extreme Wettersituationen, sondern auch der Umbau des Kraftwerkparks in Folge der Energiewende würden den Stromnetzen deutschlandweit zu schaffen machen, veranschaulichte er. Konnten die Netze vor einigen Jahren noch durch die Regelung der konventionellen Kraftwerke stabil gehalten werden, gestalte sich dies durch den Ausbau von Fotovoltaikanlagen und Windrädern immer schwieriger. Um das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch aufrecht zu erhalten, werde von den Übertragungsnetzbetreibern viel gefordert. „Musste der Übertragungsnetzbetreiber früher ein bis drei Mal im Jahr aktiv eingreifen, um die Netzstabilität aufrecht zu erhalten, müssen wir heute etwa alle zwei bis drei Tage tätig werden.“ Diese Herausforderung der Energiewende gelte es zu meistern.

„Auch, wenn die Stromversorgung in Deutschland zu den sichersten der Welt gehört, sollten wir das Risiko eines Stromausfalls immer im Hinterkopf behalten“, appellierte Bauer an die übrigen Teilnehmer und erntete dafür breite Zustimmung. Deswegen sei es besonders wichtig, durch eine gute Vorbereitung und entsprechende Notfallpläne für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. „Nur so können wir unsere Handlungsfähigkeit sicherstellen und Verantwortung für die Einwohner im Landkreis übernehmen“, war auch Ordnungsamtsleiter Manfred Pfeffinger vom Landratsamt Schwarzwald-Baar überzeugt. Das „Krisenhandbuch Stromausfall“, das das baden-württembergische Innenministerium jüngst herausgegeben und an alle Kommunen und Gemeinden verteilt hatte, sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen. Auf Ebene der Landespolitik und der Regierungspräsidien werden derzeit weitere Notfallleitfäden erstellt.

Als wichtige Vorbereitungsmaßnahme wurde von den Teilnehmern des Runden Tisches die Sicherstellung der Kommunikation erachtet. Da von einem Stromausfall auch die Telefonanlagen betroffen sind und Handynetze und selbst Satellitentelefone wegen Überlastung zusammenbrechen würden, betreiben die Energieversorger und Rettungsdienste jeweils einen eigenständigen Betriebsfunk. Zwischen der SVS, dem Landratsamt und der integrierten Leitstelle von Feuerwehr und DRK besteht außerdem eine unabhängige, besonders gesicherte Verbindung. Vom Landratsamt wird angestrebt, zusätzlich die Kommunikation zu den zuständigen übergeordneten Behörden aufzubauen. Ähnlich wie zwischen der Polizei und dem Innenministerium müsse laut Pfeffinger gewährleistet sein, dass man sich in Notsituationen austauschen und die Arbeiten koordinieren könne.

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